AUTORENBLOG

Gretas Gedankenwelt

#01 - Süße Sünden
#02 - Was krabbelt denn da?
#03 - Eine Heldin meiner Kindheit
#04 - Die Sache mit dem Einparken
#05 - Ruf mich an!
#06 - Von viralen Ungetümen
#07 - Greta liebt Liebesgeschichten
#08 - Das Leid mit der Ungeduld
#09 - Danke
#10 - Von SUBs, SUFs und SUDs
#11 - Sommerzeit! Urlaubszeit!
#12 - Technische Herausforderungen
#13 - Über Glühwürmchen
#14 - Mein erstes Mal
#15 - Vorfreude, schönste Freude!
#16 - Lampenfieber


#01 - Süße Sünden

Ich gebe es zu: Ich bin nutellasüchtig! Das ist leider kein Witz. Nutella ist mein Hauptnahrungsmittel und ich esse mehrfach täglich davon, vorzugsweise in Verbindung mit einem labbrigen Toast... Der Klang, der beim öffnen eines Nutellaglases entsteht, macht mich glücklich... Zum Millenium habe ich von Freunden das 2000 Gramm Glas geschenkt bekommen. Es hat nicht mal zwei Monate gehalten... Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich es auf jeden Frühstückstisch gepackt habe, zu dem ich geladen war. Schließlich gibt man guten Freunden ein... bisschen Nutella... In den letzten fünfzehn Jahren gab es keinen Tag, an dem kein Glas Nutella in meinem Küchenschrank stand (Ich glaube, mir eilt der Ruf voraus, in diesem Punkt sehr empfindlich zu sein...) Ich fürchte, meine Liebe zu diesem köstlichen Schokoladenaufstrich wird sich niemals ändern... Und das, obwohl ich Haselnüsse nicht einmal leiden kann!

#02 - Was krabbelt denn da?

Wer Freunde hat, der hat auch Feinde und weil wir uns ja alle etwas näher kennenlernen wollen, berichte ich euch heute, wer mir das Leben gern einmal zur Hölle macht: Spinnen und anderes Gekrabbel!
Sicherlich mögen viele von euch diese putzigen Artgenossen mit ihren zahlreichen Beinchen und ihren süßen Knopfaugen. Mir hingegen stellen sich sämliche Nackenhaare auf, wenn ich so ein Vieh im Umkreis von zehn Metern entdecke. Das ist mir gestern einmal mehr bewusst geworden, als ich mich hinter einem Kissen verstecken musste, weil die Dschungelprüfung lief. (Ich meine "das Dschungelcamp", nicht "den Bacherlor" - wobei die ein oder andere Dame mir auch Anlass gegeben hat, mein Gesicht fassungslos in den Händen zu vergraben.) Glücklicherweise habe ich eine Katze, die selbstlos alles plattmacht, was sich in meine Nähe wagt und ich lobe sie fleißig, wenn sie schmatzend und mit stolz geschwellter Brust vor mir steht.

#03 - Eine Heldin meiner Kindheit

Nachdem ich vor Kurzem mein Coming out in Sachen Nutella-Sucht hatte, beichte ich euch heute, wer die Heldin meiner Kindheit war. Es gab natürlich viele, aber eine ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben: Mila Superstar!
Die Namensähnlichkeit ist Zufall, aber tatsächlich ist es so, dass ich mit zwölf gebannt vor dem Fernseher saß, eine Riesenpackung Eis auf dem Schoß und mich an Milas Volleyballtalent erfreut habe. Ich habe lauthals das Intro mitgesungen, mit Mila geschwitzt, gekämpft und gebangt. Ich habe bei Niederlagen gelitten und mich maßlos über ihre Siege gefreut.
Zwei Jahre später sammelte ich all meinen Mut zusammen und trat in einen Verein ein, um meinem Vorbild nachzueifern. Für eine hohe Klasse hat es nie gereicht und ich bin auch nie ein Volleyass geworden, aber es hat mich glücklich gemacht und dabei ist es bis heute geblieben...

#04 - Die Sache mit dem Einparken

Mir ist vollkommen klar, dass ich jetzt freiwillig zu einem wandelnden Klischee mutiere, aber manchmal muss man den Tatsachen einfach ins Auge sehen: Ich hasse Einparken. Ich bin einfach grottenschlecht darin. Mit Müh´ und Not treffe ich die Lücke vorwärts, aber rückwärts und noch dazu seitlich? Keine Chance! Wenn der Platz nicht für einen LKW reicht, fahre ich lieber noch eine Runde und hoffe auf ein Wunder. Dabei kann ich wirklich gut Autofahren. Das sage ich jetzt nicht nur so dahin! Ich hatte noch nie einen Autounfall. Nur einen klitzekleinen Punkt habe ich mal bekommen, weil ich beim Telefonieren während des Fahrens erwischt wurde, aber hey, die Nachricht war dringend. Schließlich musste ich mein Zuspätkommen ankündigen, weil ich keinen Parkplatz finden konnte!

#05 - Ruf mich an!

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, da war es noch nicht selbstverständlich, dass jeder ein Handy mit sich herumtrug. Früher musste ich Briefe schreiben, wenn ich mich den wichtigsten Menschen in meinem Leben mitteilen wollte. Natürlich tue ich das heute auch noch gern, aber viel lieber greife ich direkt zum Telefonhörer.
Das kann dann schon mal zu einem abendfüllenden Programm werden, macht aber nichts, denn ich bin wie jede Frau multitaskingfähig und kann gleichzeitig reden, zuhören, Kaffee trinken, Schokolade essen, die Wohnung aufräumen und den Haushalt schmeißen. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mit meiner Kapazität an Worten über den Normwerten liege. Zum Glück gibt es ja inzwischen Flatrates! :-)

#06 - Von viralen Ungetümen

Die meisten von euch kennen ihn und wahrscheinlich könnt ihr ihn ebenso wenig leiden wie ich, denn er ist grausam, hartnäckig und kommt immer dann, wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann: Das Grippevirus.
Es fesselt einen ans Bett, aber bedauerlicherweise nicht im erotischen Sinne. Ganz im Gegenteil. Zumindest kommt mit verschnodderter Nase, stechenden Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen sowie derbem Husten bei mir keine Stimmung auf. (Ich weiß ja nicht wie das bei euch ist... ) Da bleibt nur eines zu tun: Halswickel, Kamillentee und ab ins Bett! Allen, die auch jämmerlich dahin gerafft wurden, wünsche ich gute Besserung. Allen, die glücklicherweise verschont geblieben sind, wünsche ich, dass es so bleibt!

#07 - Greta liebt Liebesgeschichten

Vermutlich stellt mein folgendes Geständnis keine große überraschung für euch dar. Dennoch sollte es einmal erwähnt werden: Leidenschaft ist Pflicht.
Ich würde so weit gehen zu behaupten, dass ich gerne vielseitig lese. Egal, ob Fantasy, Chicklit oder Drama. Zwischendurch darf es auch mal kriminell, mysteriös oder historisch werden. Solange es zwei Herzen gibt, die zueinander finden bin ich glücklich.

#08 - Das Leid mit der Ungeduld

Vielen von euch - gerade den Autoren unter uns - geht es vielleicht ähnlich, aber bei mir hat diese Charaktereigenschaft bedauerlicherweise geradezu beängstigende Ausmaße angenommen: Ich bin der ungeduldigste Mensch der Welt!
Zumindest glaube ich das manchmal, wenn ich mir nichts sehnlicher wünsche, als einmal mit den Fingern schnipsen zu müssen, um all meine Ideen zu Papier zu bringen. Das geht schon mal so weit, dass ich am liebsten direkt in meine Zukunft hüpfen würde, nur um zu sehen, ob sich meine Ausdauer auch gelohnt hat. Und während ich noch darüber nachdenke, schießt mir plötzlich eine neue Idee durch den Kopf, die mit einem Zeitsprung wahrscheinlich niemals entstanden wäre - und schon werde ich wieder nervös und der Teufelskreis beginnt von vorn!
Ganz ähnlich verhält es sich beim Lesen. Endlich ist das langersehnte Buch erschienen! Ich kann es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist wie ein Zwang, dem ich nicht widersetzen kann. Zu ungeduldig erwarte ich den Ausgang der Geschichte und dann ist sie da, die letzte Seite, mit einem Cliffhänger für den nächsten Teil und wieder muss ich warten...

#09 - Danke!

Manchmal sind es die ganz kleinen Worte, die das Meiste bewirken. Daher möchte ich diesen Beitrag nutzen, um endlich zu sagen, was längst überfällig ist: Ich danke euch!
Aus tiefstem Herzen gilt mein Dank den ganz besonderen Menschen, die ich neben mir weiß, aber auch all jenen neuen Freundschaften, die ich in den letzten Wochen geschlossen habe. Und es sind nicht nur die freundlichen Worte, die meinen Debütroman betreffen. Es sind vor allem die Selbstlosigkeit und die Offenheit, mit der mir zahlreiche Menschen begegnet sind. Ich bin wirklich glücklich, euch zu kennen!

#10 - Von SUBs, SUFs und SUDs

Ich habe mal gezählt: Mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) ist inzwischen auf eine dreistellige Zahl angewachsen. Auf meinem Nachttisch liegen Bücher, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen und noch nicht einmal aufgeklappt habe, obwohl ich sie mir wirklich, wirklich von Herzen wünschte. ähnlich verhält es sich mit meinem SUF (Stapel ungesehener Filme). Wenn ich mir den so ansehe, überkommt mich der Wunsch, mich eine Woche lang mit meinem Lieblingseis auf dem Sofa zu verkrümeln und durch ein Kinoprogramm zu arbeiten, das inzwischen bereits auf DVD erschienen ist. Das wäre doch mal was!
Aber dann denke ich an meinen schlimmsten Stapel, den der unerledigten Dinge, den SUD! Natürlich marschiere ich am Ende doch artig zu Tor Nummer 3, in der Hoffnung, ihn wenigstens ein bisschen abzubauen, während der Rest der Welt liest, bei einem Film entspannt oder - Achtung Fremdwort! - schläft. Und wisst ihr, was das Verrückte daran ist? Ich tue es trotzdem gern. Weil ich einen Traum habe...

#11 - Sommerzeit! Urlaubszeit!

Jedes Jahr, wenn die Vögel anfangen zu zwitschern und die Tage länger werden, ereilt mich der Ruf der Ferne. Meistens kann ich mich ihm noch eine Weile widersetzen. Vor allem, wenn der Alltag mich fest in seinen Klauen hält. Aber es kommt der Punkt, an dem muss ich einfach RAUS.
In diesem Jahr hat es uns - meine Famile und mich - in ein recht einsam gelegenes Ferienhaus an der Ostsee verschlagen. Und was soll ich sagen? Es war wunderbar! Endlich mal wieder ausschlafen, in der Sonne rumliegen und lesen, einfach mal die Seele baumeln lassen und Zeit mit meinen Liebsten verbringen, war genau das, was ich bitter nötig hatte. Nun bin ich zurück und hochmotiviert für die nächsten Projekte...

#12 - Technische Herausforderungen

Wie es der Zufall wollte, musste ich kürzlich erfahren, dass es äußerst ungünstig ist, wenn der Laptop in der Flugbahn der Fernbedienung liegt. Denn so kam es, dass ich unvermittelt auf ein zersplittertes Display starrte.
Nachdem ich mich vom meinem Schock erholt hatte, mahnte ich mich sogleich zum Optimismus. Denn grundsätzlich liebe ich ja die Herausforderung. Und wenn diese plötzlich darin besteht, ein Laptopdisplay auszutauschen, dann sei es so. Kann ja nicht so schwierig sein, dachte ich. Ich gebe zu, es war deutlich komplizierter. Nicht zuletzt, weil ausgerechnet mein DELL etwas komplexer aufgebaut ist. (Wahrscheinlich habe ich mich deshalb auf Anhieb in ihn verliebt.)
ABER ich habe es hinbekommen. Und nichts ist schöner als das Wissen, eine weitere Hürde gemeistert zu haben. Ein wenig fühlte ich mich sogar wie Tom Hanks in "Cast Away" - mit dem Unterschied, dass ich schrie: "Ich habe meinen Laptop repariert! Ich! Ich war´s! Ich ganz allein!" Es sind auch nur zwei Schrauben übrig geblieben. Weiß der Himmel, wo die hingehören...

#13 - Über Glühwürmchen

Ein Jahr ist es her, seit ich meinen Debütroman "Julis Schmetterling" im Eigenverlag veröffentlicht habe. Ich weiß noch, dass ich mich damals wie ein kleines Glühwürmchen am Selfpublisherhimmel fühlte. Trotzdem wurde ich mit offenen Armen in die Gemeinschaft aufgenommen, erhielt Hilfe, wann immer ich sie brauchte, und man freute sich mit mir, als das Verlagsangebot kam. Nun gibt es meinen Roman nicht mehr nur als Taschenbuch und digital, sondern auch als Hörbuch und erscheint in Kürze in Englisch. Davon habe ich vor einem Jahr noch nicht einmal zu Träumen gewagt!
Ich bin noch immer ein Glühwürmchen! Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich schon ein kleines bisschen heller strahle als früher...

#14 - Mein erstes Mal

Ein paar Wochen liegt mein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse zurück. Zum ersten Mal nicht nur als ambitionierte Leserin, sondern auch als Autorin. Und noch immer grinse ich wie ein Honigkuchenpferd bei der Erinnerung an diese wunderbare Erfahrung. Zum Beispiel durfte ich eine Signierstunde geben. Ich - Greta Milán - hatte einen Stapel "Julis Schmetterling" auf dem Tisch, einen Stift in der Hand und habe es tatsächlich geschafft, meinen Namen richtig zu schreiben, obwohl ich vor Aufregung am ganzen Leib gezittert habe. viel größer als die Erleichterung darüber, dass so viele zum Stand von AmazonPublishing gekommen sind, war meine Freude, endlich die Menschen hinter den anonymen Profilbildern auf Facebook kennenzulernen. Ich durfte mit ihnen reden, herumalbern und lachen. Auch wenn die Zeit leider viel zu knapp war und ich nicht alle getroffen habe, so werde ich meinen allerersten Messebesuch als Autorin niemals vergessen.

#15 - Vorfreude, schönste Freude!

Wenn der triste Herbst überstanden ist und sich das Jahr allmählich dem Ende neigt, gibt es für mich nichts Schöneres, als mich zu freuen. Über das, was hinter mir liegt, aber vor allem auf das, was die Zukunft bringt. Dann kann ich es kaum erwarten, bis die Feiertage im Kreis meiner Liebsten beginnen. Wenn jahrelange Traditionen wieder aufleben - zum Beispiel gemeinsam ein gewisses Weihnachtsmärchen zu schauen oder Plätzchen zu futtern, bis einem schlecht ist - und man einfach nur zusammen ist, ohne Hast und Eile. Für mich ist es das größte Geschenk, genau das zu erleben und ich freue mich wahnsinnig, dass es bald wieder soweit ist...

#16 - Lampenfieber!

Ende Januar ist es soweit! Mein nächster Roman erscheint. "Jeanes Geheimnis" ist ein Projekt, das urspünglich die Leere in mir füllen sollte, nachdem ich "Julis Schmetterling" auf die Reise geschickt hatte. Doch Matt und Jeane drängelten sich erbarmungslos in mein Herz, ließen mich ihre Leidenschaft spüren und bescherten mir zahlreiche schlaflose Nächte. Und jetzt, da ihre Geschichte bereit ist, mit anderen geteilt zu werden, ist mir kotzübel. Natürlich nicht, weil ich mein Buch schlecht finde, sondern weil der bunte Mix aus Hoffnungen und Ängsten wie ein bittersüßer Cocktail ist, den ich literweise getrunken habe. Ich weiß, es gehört dazu, nervös zu sein, wenn man ein Stückchen seiner Seele auf die Menschheit loslässt. Aber ich schätze, so ganz werde ich mich nie an dieses Gefühl gewöhnen...